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| Studienseminar Chemie |
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Inhaltsübersicht:
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- Studienseminar 2008-2010

- Exkursionen: Besuch der Arzneimittelfirma Dr. Pfleger in Bamberg

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| Studienseminar 2008-2010 |
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Auszug aus Fränkíscher Tag vom 08.11.2008, Seite 17
...Im
Chemiesaal veranschaulichte der Seminarlehrer
für Chemie, Gregor Gunzen-
heimer, Landrat
Dr. Günther Denzler und dem Elternbeiratsvorsitzenden,
Peter
Scherer – im Beisein
von Schulleiter Karlheinz Lamprecht und vier
Referendarinnen
- moderne Unterrichtsformen. Foto: privat |
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| Chemieseminar besichtigt die Arzneimittelfirma Dr. Pfleger in Bamberg |
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| Im Rahmen der Ausbildung der Chemiereferendarinnen besuchte das Chemieseminar die Firma Dr. Pfleger in Bamberg. Impressionen dieser Exkursion sind im folgender Abschnitt zusammengefasst. |
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| Dr. Pfleger GmbH - eine der führenden Arzneimittelhersteller in Deutschland |
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Das Unternehmen wurde 1945 von Prof. Dr. Robert Pfleger gegründet und ist seit 1974 im Besitz der Doktor Robert Pfleger Stiftung. Von Beginn an entwickelt, produziert und vermarktet Pfleger Arzneimittel aus den Bereichen Urologie und Dermatologie.
Im Betrieb arbeiten ca. 295 Mitarbeiter, davon 13 Azubis in den Berufen Pharmakant/in, Chemikant/in, Chemielaborant/in, Fachkraft für Lagerlogistik, Maschinen- und Anlagenführer/in und Mechatroniker.
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Herstellung von Tabletten
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- Die Produktion beginnt damit, dass die Ausgangsstoffe aus hygienischen Gründen auf Aluminiumpaletten umgelagert werden und aus jeder Packung
eine Probe entnommen und untersucht wird. In der Wiegezentrale werden die
einzelnen Materialien abgewogen und in Fässer abgepackt.
- Im nächsten Produktionsschritt, dem Mischen werden Filmstoffe und Hilfsstoffe miteinander vermengt, bis eine homogene Mischung entstanden ist. Während des Vorgangs werden immer wieder Proben entnommen und analysiert, um sicherzugehen, dass überall der Wirkstoff gut verteilt ist.
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| 3. |
Anschließend findet das Granulieren statt: In einem Mischer werden Pulver mit einer
Flüssigkeit, die zusätzlich Bindemittel enthalten kann intensiv vermischt, so dass feuchte, feste Klumpen entstehen. Das entstandene Feuchtgranulat wird nun im Wirbelschichttrockner durch warme Luft getrocknet. Nun liegen homogene Teichen vor. |
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| 4. |
Beim Tablettieren gelangt das Pulver von oben in die Maschine, wird auf die Matrizen verteilt und mit hohen Presskräften zu einer Tablette geformt. Pro Drehung werden 43 Tabletten hergestellt. In einer Stunde entstehen so etwa 220 000 Tabletten. Die fertigen Tabletten werden auf Fässer verteilt. Auch hier werden wieder Proben entnommen und überprüft. |
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| 5. |
Im nächsten Schritt, dem Filmcoaten werden die Tabletten mit einem Film überzogen. Dieser hat unterschiedliche Gründe:
• Überdecken des schlechten Geschmacks bestimmter Wirkstoffe
• Verzögerte, gleichbleibende Wirkstofffreisetzung über einen längeren Zeitraum hinweg
• Gezielte Freisetzung des Wirkstoffs erst im Dünndarm, wenn der Wirkstoff beispielsweise durch die Magensäure zersetzt werden würde
• Schutz des Produktes vor Licht, Sauerstoff und Luftfeuchtigkeit
• Verbesserung der Magenverträglichkeit
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| 6. |
IPK: In-Prozess-Kontrolle
Bei dieser Kontrolle werden wieder einzelne Parameter wie zum Beispiel Abrieb der Tablette oder Zerfallszeit stichprobenartig getestet. Werden Abweichungen von der Norm erkannt, kann sofort reagiert werden und die Einstellung der Pressmaschine überprüft werden.
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| 7. |
Verpackung
Im letzten Schritt der Produktion fallen die Tabletten in vorgestanzte Folien, der überflüssige Staub wird abgesaugt, eine Kamera überprüft, ob alle Felder aufgefüllt sind und eine Alufolie wird zur Versiegelung aufgeklebt.
Nun werden die Tabletten zusammen mit der Packungsbeilage, die angeliefert wird in eine Verpackung gegeben und bis zum Verkauf eingelagert.
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| Salben-, Gel- und Cremeherstellung (Halbfeste Formen) |
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Gel: besteht bis zu 99% aus Wasser und Gelbildner
Creme: Großer Anteil an Wasser enthalten
Salbe: Grundlage: Fettstoffe
In eine Apparatur werden die Ausgangsstoffe gegeben und
vermischt. Anschließend wird das Gemisch immer
abwechselnd geheizt, gekühlt und gerührt.
Dies ist eine mögliche Arbeitsstelle eines Pharmakanten. |
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Suppositorienherstellung (Zäpfchenherstellung)
Die Kunststofffolie in der sich die Zäpfchen zu einem späteren Zeitraum
befinden sollen, wird von zwei Rollen angezogen und erwärmt. Mit
Druckluft werden die Hohlzellen geformt und anschließend beide
Folienbänder verschweist. Die flüssige Zäpfchengießmasse wird in die Zellen
gegossen und anschließend im Kühltunnel abgekühlt. Die Folienbänder
werden nun zugeschweißt und in gewünschte Längen geschnitten.
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